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Autor Thema: Für Freunde des Svyturys - Gründungsaktie von 1871  (Gelesen 907 mal)
Vanagas
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« am: 31. Juli 2009, 16:11:34 »

Habe die Tage die Internet - Seite + den E - Shop von Svyturys besucht .
Mann , ist der Shop langweilig . Nichts was mich wirklich interessierte , z . B . Aufkleber für ' s Auto , Jacken , T -Shirts , eben dieser Merchandisingkram . Fast nur Gläser und nen Sonnenschirm für 400 € . Ich glaub ' es hackt ! Und das zum 225 . Firmenjubiläum .

Aber , aber , ich habe mich damit nicht zufrieden gegeben und doch noch ein schönes Souvenir bzw. Liebhaberstück zu Svyturys gefunden und dem Svyturys - Freund sollten 350 € auch nicht zuviel sein :

Gründeraktie der Memeler-Aktien-Brauerei von 1871

http://www.aktiensammler.de/breng/share.asp?ID=78041&NS=1

Iki + Svyturys für die Wand ,

                                            STEF

                                             

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Henry
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« Antworten #1 am: 31. Juli 2009, 18:30:30 »

The first brewery was established by Merchant J.W.Reincke in Klaipėda in 1784. Certainly, the enormous commercial success has followed and remained with ŠVYTURYS brewery ever since - for 220 years now.

wat wat ist gegruendet im Jahr 1784   ah die Ag ist später gegruendet worden !!!
und wer hats gegruendet ...ein Deutscher !  


Also die Seite Eshop ist der Hohn ..Also wenn einer Aufkleber fuers Auto  haben moechte !!!!
Und Jacken und und und !!!  

Noch nicht mal die Masse fuer den Schirm haben sie drangeschrieben !  


na gerade gefunden cooooooollll   http://bierdeckel-der-ostgebiete.npage.de/link_96984766.html

http://www.memelland-adm.de/geschichtl_entwicklung.html
kennt Ihr den Artikel ..super
« Letzte Änderung: 31. Juli 2009, 18:53:43 von Henry » Gespeichert
Beate
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« Antworten #2 am: 31. Juli 2009, 21:56:30 »

Vanagas, was mich mal interessieren würde wäre, ob sie noch immer den Text in der Werbung haben, dass die Memeler keine Lust mehr auf deutsches Bier hatten oder ob sie das modifiziert haben.
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Vanagas
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« Antworten #3 am: 01. August 2009, 16:16:37 »

Labas Beate ,
davon weiß ich nichts . Was war das für eine Werbung ?

Keine Lust mehr auf deutsches Bier ? Ohne die genauen Umstände zu kennen , vermute ich mal das das Bier vor 1784 vielleicht von Königsberg angekarrt werden mußte + dann eventuell auf den langen  Transportwegen verdarb . Das ist dann geschmacklich nicht so gut + die Memeler hatten die Faxen dicke . Das könnte der Hintergrund für die Brauereigründung sein . Oder Bevölkerungszuwachs ?

Iki + dann machen wir unserer Bier halt selbst ,

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Herkus
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« Antworten #4 am: 01. August 2009, 17:51:37 »

Ich denke Beate meint den folgenden Text von der englischen Version der Svyturis Homepage: (http://www.svyturys.lt/en/main/info/about/since1784 )
History of Švyturys

The Oldest in Lithuania

The year 1784 was very important in Klaipėda. Klaipėda residents were fed up with bringing German beer from Tilžė and they decided to start making one of their own. One that would be the pride of the whole coast. One that would be a treat for merchants coming from far away and that would help to make better deals.

The business was taken up by a real patriot of the coast, the Klaipėda merchant J.W.Reincke. The symbol of courageous navigation decorating the emblem of his family – the sea eagle – also decorated the badge of the new beer brewery and has remained the symbol of Švyturys until the present day.

Encouraged by the first huge success of the brewery, others started emerging one after another along the coast. However their beer could not compete with the one made at J.W.Reincke’s brewery. Perhaps only one other brewer on the coast, Theodor Preuss, could compete with it in terms of taste and quality. One day both men sat down with a glass of beer and decided to work together. After the merger of the two companies, the new beer brewery became an unbeatable leader among the breweries on the coast.


Da steht, dass die Einwohner Klaipedas keine Lust auf importiertes deutsches Bier aus Tilsit hatten und deshalb die Brauerei von einem echten Patrioten gegründet wurde. Historisch gesehen ist diese Aussage nicht sehr logisch, da Tilze und Klaipeda damals Tilsit und Memel hießen und zu ein und dem selben Land (Preußen) gehörten, und auch deren Einwohner zu über 90% aus Deutschen bestanden, und zudem der Gründer der Brauerei ein Deutscher (Patriot) war.  
Da zu sowjetischer Zeit die Geschichte Klaipedas und seines Umlandes offiziell erst mit 1945 begann und alles was an die deutsche Vergangenheit erinnerte  systematisch zerstört und verleugnet wurde, denken die meisten Litauer (aber auch viele Deutsche) dass Klaipeda schon immer Klaipeda war und die heutige Bevölkerung die angestammte Bevölkerung seit Jahrhunderten ist.  Dabei war Klaipeda vor 1945 700 Jahre lang die Stadt Memel mit einer (im Gegensatz zur ländlichen Umgebung) fast ausschließlich deutschen Bevölkerung. Das blieb auch während der Zwischenkriegszeit (1923 -1939) so, als Memel/Klaipeda offiziell Litauen angegliedert wurde. Diese deutsche Bevölkerung floh 1945 dann fast vollständig aus Memel. Als die rote Armee einmarschierte war die Stadt besenrein leer...  In der offiziellen llitausichen Geschichtsschreibung gilt Klaipeda und Umgebung (dt: Memelland) als urllitauisches, bzw urbaltisches(Prussen) Gebiet, was aber von dem räuberischen deutschen Orden unterworfen und unterdrückt worden ist. Im Prinzip stimmt das auch, allerdings wurde die Region im Laufe der Zeit so sehr von der deutschen Wirtschaft und Kultur geprägt, dass die Bevölkerung (deutsche Zuwanderer wie litauische Bauern) auch durch den wirtschaftlichen Aufschwung zu einer neuen, eigenen deutsch geprägten Identität zusammenschmolz. Selbst die auf dem Lande weiterhin mehrheitlich litauisch sprechende Mehrheit entwickelte eine eigene "preussisch-litauische" Identität, die sie damit nicht nur konfessionell (die preussischen Litauer waren allesamt Protestanten) von den anderen Litauern unterschied. Selbst in der Zwischenkriegszeit stimmten die preussischen Litauer in großer Mehrheit bei den Wahlen immer für die deutschen Parteien, sehr zum Ärger der sogenannten "Großlitauer" Nach dem Krieg gab es dann keine preussischen Litauer mehr, denn diese flohen zum großen Teil nach Deutschland. Die, die doch da blieben wurden dann als Deutsche bzw Nazis von den Sowjets nach Sibirien verbannt...
So das ist jetzt etwas länger geworden, aber ich finde es immer enttäuschend wenn die Geschichte so wenig bekannt ist, bzw auch ignoriert wird.  Wobei im Falle der Braurerei Geschichte ich eher Unwissenheit annehme. Svyturis ist ohne Zweifel die älteste Brauerei im heutigen Litauen, war aber von 1784 bis 1945 eigentlich eine deutsche Brauerei.  
« Letzte Änderung: 01. August 2009, 17:59:05 von Herkus » Gespeichert
Beate
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« Antworten #5 am: 03. August 2009, 21:56:36 »

Ja, den Text meinte ich, allerdings gab es den auch in Prospekten in deutscher Sprache. Es interessierte mich nur, weil sich die Brauerei kürzlich an uns gewandt hatte. Da hatte ich diesen Text moniert, und sie meinten, es bedürfe einer Überarbeitung. Ich war nur gespannt, ob die Überarbeitung stattgefunden hat. Aber immerhin scheint er noch in der englischen Version zu stehen. Vielleicht weil die Engländer sich weniger in der Geschichte auskennen?
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