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Autor Thema: Sakotis  (Gelesen 4741 mal)
Lilienzauber
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« am: 27. September 2009, 13:16:26 »

Hallo zusammen

Wer kann uns helfen? Wir versuchten Sakotis mit einem selbstgebastelten "Grill" zu backen. Aller Anfang gelang gut doch nach einiger Zeit fiel das ganze Gebäck ins Feuer  Huch Das Backpapier fing Feuer und somit plumpste alles runter (war das ein Bild  Lächelnd) .
Wie machen das die Litauer. Was ist wichtig beim Sakotis backen?

Nächste Woche feiern wir hier in der Schweiz Hochzeit und möchten das Brautpaar mit einem litauischen Gebäck überraschen.

Dankeschön!
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Jan
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Delpeda


« Antworten #1 am: 27. September 2009, 18:02:03 »

Okay, hier eine Antwort aus berufenem Munde. Wir haben in diesem Sommer bei der Verwandtschaft in einem kleinen litauischen Dorf einen echten Sakotis gebacken. Schweinearbeit - aber unglaublich lecker!

Zunächst mal: Was hast Du denn da mit Backpapier veranstaltet?

Bei uns lief das wie folgt ab:

Der Teig: Rezepte gibt es im Internet ja wahrscheinlich aureichend, daher nur ganz kurz. Butter schmelzen, Zucker darin auflösen, Schmand, Eigelb (wir hatten einen kleinen Sakotis gebacken, daher "nur" 40 Eier), Eischnee, Mehl dazu und alles verrühren.

Die Technik: Den Metallzylinder (eigentlich geometrisch korrekt ein Kegelstumpf) mit einer Baumwollschnur umwickeln, damit man den Sakotis später auch wieder abbekommt. Danach ein Leinentuch straff darüberspannen und mit Butter einfetten.

Der Ofen: Wir hatten einen Ofen, den es wahrscheinlich schon vor 150 Jahren gab. Allzu viel Feuer braucht man nicht. Es muss nur unmittelbar am Kuchen gleichmäßig am Brennen gehalten werden.

Das Backen: Den Zylinder unmittelbar am Feuer drehen. Unten vom Feuer weg, damit der Teig nicht ins Feuer tropft und verbrennt. Mit einem Löffel den Teig auf den Zylinder träufeln. Die Drehgeschwindigkeit so variieren, dass sich die Hörner (ragai) bilden. Schicht für Schicht auftragen und ausbacken lassen. Eine kleine Schale sollte darunter stehen, um den abtropfenden Teig aufzufangen. Dieser kann wieder oben drauf geträufelt werden.

Das Ablösen: Die Schnur herausziehen, den Kuchen vom Zylinder nehmen, das Leinentuch herausziehen und fertig.

Alles in Allem hat es bei uns 1 Stude für den Teig und 4,5 Stunden für das Backen gedauert. Beim Backen können keine Pausen gemacht werden. Hart, aber nicht zu ändern.

So sah das bei uns aus:









Viel Erfolg!
« Letzte Änderung: 06. Oktober 2010, 18:53:16 von Jan » Gespeichert

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Lilienzauber
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« Antworten #2 am: 27. September 2009, 18:20:39 »

Hallo Jan

 Smiley Herzlichen Dank für deine ausführliche Beschreibung  Smiley und die tollen Foto's.
Endlich mal eine ausführliche Beschreibung auf Deutsch, wie man Sakotis macht!
Wie ich sehe, müssen wir den "Zylinder" anders umwickeln.
Wow, 4,5 Stunden wart ihr am backen. Aber es hat sich gelohnt!

LG von Lilienzauber


Bin am backen, bin am backen.....
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Jan
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Delpeda


« Antworten #3 am: 27. September 2009, 18:51:49 »

Nera uz ka.

Hier noch 2 Bilder, die das mit der Schnur und dem Leinentuch vielleicht noch etwas verdeutlichen:





Und ja, es lohnt sich ganz sicher. Du weißt ja, selbst gemacht schmeckt immer besser. Zwinkernd
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Katrina
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« Antworten #4 am: 28. September 2009, 00:59:09 »

Wow- Super... und Respekt!!! Vielen Dank für den tollen Beitrag Jan! Zwinkernd
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hartmutschulz
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« Antworten #5 am: 28. September 2009, 09:48:40 »

Da ich immer wenn ich in Litauen bin einige Baumkuchen geschenkt bekomme war es für mich auch sehr interessant zu lesen.
Ich habe allerdings in den letzten Jahren bemerkt, dass es wohl unterschiedliche Arten von Teig gibt. Einmal ist das ganze Gebilde sehr knusprig, anders mal eigentlich sehr weich und etwas feuchter.
Gruß Hartmut
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hartmutschulz
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« Antworten #6 am: 28. September 2009, 11:29:14 »

Zum Thema litauische Leckereien habe ich da noch ein Foto.
Wer kann mir sagen wie das hohe Gebilde im Hintergrund heisst. Es ist kein Baumkuchen. Ich will es mal so beschreiben: Es sind Blätterteigstücke, die mit einem Honigüberzug zusammengehalten werden.
Gruß Hartmut

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Euras
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« Antworten #7 am: 28. September 2009, 11:33:47 »

das ist wohl ein ameisenhaufen. ich weis wie es auf litauisch heißt aber schreiben oweh.. "skruzdelinas"

na ja beinahe : Skruzdėlynas so wirds geschrieben und ist wohl auch nicht so schwer herzustellen
ein teig aus eiern und mehl muß wohl lange geknetet werden danach ganz dünn ausrollen in kleine streifen schneiden und in heißem öl goldbraun ausbraten danach mit einem süßen überzug(honig +zucker ein wenig butter und schmand?)versehen kann noch mit mohn bestreut werden fertig
wenn du es mal ausprobieren willst hab ein paar rezepte gefunden einfach mal melden
« Letzte Änderung: 28. September 2009, 12:04:05 von Euras » Gespeichert

Wenn Du möchtest, dass die Menschen ein Schiff bauen, dann zeige ihnen nicht, wie sie hämmern, sägen und nähen sollen! - Nein, lehre Sie die Sehnsucht nach dem Meer!
Euras
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« Antworten #8 am: 28. September 2009, 11:38:28 »

http://www.youtube.com/watch?v=nYEkJHsS3qk
auch noch mal ein video zum thema
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Katrina
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« Antworten #9 am: 28. September 2009, 13:43:51 »

danke Hartmut - hatte meinen Beitrag schon vermisst Lächelnd
hier ist er jetzt richtig:
 
Ich hab vor vielen Jahren mal in Silale gesehen, wie Sakotis (und Skruzdelynas) professionell hergestellt wird. Von daher wusste ich, wie es geht Zwinkernd. Wenn ich recht weiß, nehmen die aber 100Eier, dementsprechend wird er dann etwas größer Zwinkernd

Skruzdelynas wird mit Honig und Mohn "überträufelt".
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hartmutschulz
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« Antworten #10 am: 28. September 2009, 13:59:50 »

An Mohn kann ich mich nicht erinnern.
Ist auch auf dem Foto nicht zu sehen.
Gruß Hartmut
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Katrina
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« Antworten #11 am: 28. September 2009, 14:01:21 »

ich hab es schon mehrmals gegessen... uns bisher immer mit Mohn...
siehe auch hier: http://www.anonsas.lt/f/image/filename/0/3/34326/skruzdelynas.jpg
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Jan
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Delpeda


« Antworten #12 am: 28. September 2009, 14:45:20 »

Logisch mit Mohn! Das sind doch die Ameisen! Smiley
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Delpeda


« Antworten #13 am: 28. September 2009, 14:47:19 »

Da ich immer wenn ich in Litauen bin einige Baumkuchen geschenkt bekomme war es für mich auch sehr interessant zu lesen.
Ich habe allerdings in den letzten Jahren bemerkt, dass es wohl unterschiedliche Arten von Teig gibt. Einmal ist das ganze Gebilde sehr knusprig, anders mal eigentlich sehr weich und etwas feuchter.
Gruß Hartmut

Ein kleiner Tipp: Wenn der Sakotis zu trocken geworden ist, einfach in eine Plastiktüte packen und ein Glas Wasser iin die Mitte stellen.
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hartmutschulz
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« Antworten #14 am: 28. September 2009, 14:51:13 »

Ich meine nicht das der Baumkuchen nach einiger Zeit austrocknet.
In beiden Fällen meiner Beschreibung handelt es sich im ganz frischen Baumkuchen, allerdings von unterschiedlichen Herstellern.
Also muss es doch Unterschiede im Teig oder in der Machart geben.
Gruß Hartmut
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