Okay, hier eine Antwort aus berufenem Munde. Wir haben in diesem Sommer bei der Verwandtschaft in einem kleinen litauischen Dorf einen echten Sakotis gebacken. Schweinearbeit - aber unglaublich lecker!
Zunächst mal: Was hast Du denn da mit Backpapier veranstaltet?
Bei uns lief das wie folgt ab:
Der Teig: Rezepte gibt es im Internet ja wahrscheinlich aureichend, daher nur ganz kurz. Butter schmelzen, Zucker darin auflösen, Schmand, Eigelb (wir hatten einen kleinen Sakotis gebacken, daher "nur" 40 Eier), Eischnee, Mehl dazu und alles verrühren.
Die Technik: Den Metallzylinder (eigentlich geometrisch korrekt ein Kegelstumpf) mit einer Baumwollschnur umwickeln, damit man den Sakotis später auch wieder abbekommt. Danach ein Leinentuch straff darüberspannen und mit Butter einfetten.
Der Ofen: Wir hatten einen Ofen, den es wahrscheinlich schon vor 150 Jahren gab. Allzu viel Feuer braucht man nicht. Es muss nur unmittelbar am Kuchen gleichmäßig am Brennen gehalten werden.
Das Backen: Den Zylinder unmittelbar am Feuer drehen. Unten vom Feuer weg, damit der Teig nicht ins Feuer tropft und verbrennt. Mit einem Löffel den Teig auf den Zylinder träufeln. Die Drehgeschwindigkeit so variieren, dass sich die Hörner (ragai) bilden. Schicht für Schicht auftragen und ausbacken lassen. Eine kleine Schale sollte darunter stehen, um den abtropfenden Teig aufzufangen. Dieser kann wieder oben drauf geträufelt werden.
Das Ablösen: Die Schnur herausziehen, den Kuchen vom Zylinder nehmen, das Leinentuch herausziehen und fertig.
Alles in Allem hat es bei uns 1 Stude für den Teig und 4,5 Stunden für das Backen gedauert. Beim Backen können keine Pausen gemacht werden. Hart, aber nicht zu ändern.
So sah das bei uns aus:




Viel Erfolg!