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Autor Thema: Deutschlandfunk- polnische Minderheit in Litauen  (Gelesen 1158 mal)
Herkus
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« am: 13. November 2009, 22:37:26 »

Die Sendung lief wohl schon, aber man kann sich den Beitrag noch als mp3 anhören:
http://www.dradio.de/dlf/sendungen/europaheute/1064997/
« Letzte Änderung: 15. November 2009, 01:00:44 von Katrina » Gespeichert
Katrina
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« Antworten #1 am: 14. November 2009, 01:10:33 »

Welche Sendung? Um was geht es?

PS: *Gruß an alle*: Irgendwie hab ich das Gefühl, die Beiträge hier im Forum werden immer kürzer und man muss sich die Hälfte dazu denken! Also: eeeetwas genauere Angaben, worum es sich handelt und was ihr sagen wollt: So viel Zeit muss sein! Zwinkernd
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Niekada nežinosime kiek galime nuveikti, jei nepabandysime!

über mich: http://forum.litauen-info.de/index.php?topic=793.msg6548#msg6548
laarson
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« Antworten #2 am: 14. November 2009, 07:25:58 »

weg mit den schilder! wenn die polen ihre schilder behalten dürfen dann poche ich auch auf mein recht als deut. minderheit in litauen auch meinen strassenschild zu haben.

das problem sitzt doch viel viel tiefer. viele polen und russen die in litauen geboren wurden, einen litauischen pass besitzen, sprechen nach 40 oder 50 jahren immer noch kein litauisch.

und das mit den namen... das ist ja mal eine ganz interessantes diskussionsgebiet. mir geht es auch auf den senkel das die litauer jedesmal den namen "einlitauischen" Lächelnd ABER - in meiner aufenthaltserlaubniss steht der deutsche namen/deutsche version da ich DEUTSCHER BUNDESBÜRGER und nicht litauer bin.
wenn jetzt ein pole, der in litauen geboren wurde, so stolz auf seine tradition ist, warum will der dann einen litauischen pass? zur polnischen botschaft, polnischen pass beantragen - somit kein litauer bzw. keine litauer polnischer herkunft - und bekommt in seinen POLNISCHEN PASS den POLNISCHEN NAMEN.
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Then the seven angels who had the seven trumpets prepared to sound them
laarson
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« Antworten #3 am: 14. November 2009, 07:48:03 »

ein kleines beispiel was mir gerade noch einfällt:

eine bekannte aus vilnius, litauerin, in litauen geboren, ihre mutter litauerin, ihr vater pole, hat - da mutter und vater sich schon kurz nach ihrer geburt getrennt haben, nie polnisch gelernt. wenn sie sich jetzt mit dem vater trifft, der in litauen geboren wurde, muss sie mit dem englisch! reden weil er kein litauisch kann.

ganz grosses kino!

beispiel von meinem letzten arbeitsplatz - ein lkw-fahrer kommt von der firma "RUSCOM" angefahren, russ.-company, sitz in vilnius und moskau, der fahrer - ein junge von 24-25 jahren steigt aus und textet in russisch los. ich im feinsten litauisch das ich kein russisch verstehe. er hat alles auf lit. verstanden und textet weiter in russisch. habe ich den fahrer stehen gelassen und musste extra jemanden holen der russisch gesprochen hat.

...und dann wollen die ihre polnischen strassennamen.....

hat zwar nichts mit lit. oder poln. strassennamen zu tun aber interessant zu diesem thema:

http://www.goethe.de/lhr/prj/daz/dfz_neu/deindex.htm

ganz interessant ist unter anderem der "ehegattennachzug":

Wer aus dem Ausland zu seinem Ehemann oder seiner Ehefrau nach Deutschland ziehen möchte, muss vor der Ausreise aus dem Heimatland einfache Deutschkenntnisse nachweisen. Nur dann erhält sie/er eine Aufenthaltserlaubnis, mit der sie/er nach Deutschland einreisen darf.

Diese einfachen Deutschkenntnisse können Sie mit einer Prüfung des Goethe-Instituts nachweisen. Hier finden Sie Antworten auf die am häufigsten gestellten Fragen zu dieser Prüfung, zum Ehegattennachzug und außerdem ein Prüfungsbeispiel.
« Letzte Änderung: 14. November 2009, 08:15:31 von laarson » Gespeichert

Then the seven angels who had the seven trumpets prepared to sound them
Herkus
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« Antworten #4 am: 14. November 2009, 18:21:27 »

Welche Sendung? Um was geht es?

PS: *Gruß an alle*: Irgendwie hab ich das Gefühl, die Beiträge hier im Forum werden immer kürzer und man muss sich die Hälfte dazu denken! Also: eeeetwas genauere Angaben, worum es sich handelt und was ihr sagen wollt: So viel Zeit muss sein! Zwinkernd

Sorry, hab mich wohl doch etwas zu kurz gefasst. Also, es geht um die polnische Minderheit im Südosten Litauens, und darüber, dass diese sich beschweren, weil Ihnen nicht die EU Grundrechte von Minderheiten in Litauen eingeräumt werden.

@laarson: Es gibt nunmal Grundrechte von Minderheiten, dazu gehören eben auch Schilder in der jeweiligen Ortssprache der Minderheiten. Das funktioniert in Deutschland und den meisten westeuropäischen Ländern bisher ganz gut (Dänen und Sorben in D, Katalanen und Basken in Spanien, Elsäßer, Basken, Bretonen, Okzidentalen in Frankreich, Südtiroler in Italien, usw), warum sollte das Litauen nicht auch funktionieren? Ich denke, es braucht noch ein bisschen, bis auch dort gegenüber der poln. Minderheit etwas mehr Toleranz geübt wird. Niemand fällt doch ein Zacken aus der Krone, wenn Ortschaften mit großem polnischsprachigen Bevölkerungsanteil zweisprachig beschildert werden. Im Gegenteil, die Minderheit fühlt sich anerkannt und respektiert und verhält sich dann (hoffentlich) auch loyaler zum eigenem Staat (dem litauischen in diesem Fall). 
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laarson
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« Antworten #5 am: 15. November 2009, 06:58:42 »

@Herkus - da gebe ihr die absolut recht! es ist aber so - und da lehne ich mich jetzt arg aus dem fenster und vielleicht ist es ein wenig provokant - das die polnische minderheit die strassenschilder auf polnisch möchte, da sie kein litauisch versteht Zwinkernd woher soll denn so ein pole wissen, in welcher strasse er den bäcker findet wenn er den litauischen strassennamen nicht lesen kann Zwinkernd Lächelnd
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Vanagas
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« Antworten #6 am: 15. November 2009, 07:04:13 »

Stellt sich nur die Frage ,
wieviele Zacken denn den Polen im Umgang mit den Minderheiten im eigenen Land so herausfallen :

http://de.wikipedia.org/wiki/Deutsche_Minderheit_in_Polen


Zugegebenermaßen ist die polnisch - deutsche Geschichte etwas belastet .
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Herkus
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« Antworten #7 am: 15. November 2009, 10:28:41 »

Stellt sich nur die Frage ,
wieviele Zacken denn den Polen im Umgang mit den Minderheiten im eigenen Land so herausfallen :

http://de.wikipedia.org/wiki/Deutsche_Minderheit_in_Polen


Zugegebenermaßen ist die polnisch - deutsche Geschichte etwas belastet .

Interessanter link! Vor dem Hintergrund der polnisch-deutschen Geschichte ist das Minderheiten Thema natürlich besonders sensibel. Ich war aber trotzdem überrascht dort zu lesen, dass der deutschen Minderheit in Polen sehr wohl zweisprachige Schilder zugestanden werden, und dass einige Gemeinden in Oberschlesien auch deutsche Ortstafeln haben. Aber es ist auch verständlich, wenn vor dem Hintergrund der Geschichte, einige Polen mißtrauisch sind, und diese Ortstafeln wieder entfernen, bzw unkenntlich machen. Natürlich gehört dazu auch Spingerspitzengefühl von deutscher Seite. Wenn ich da lese, dass ein deutschstämmiger Bürgermeister gleich mal die polnischen Hoheitszeichen (Wappen) vom Rathaus abmontieren läßt, dann muss man sich nicht wundern, dass dies Ängste vor den Deutschen auf polnischer Seite nährt.
« Letzte Änderung: 15. November 2009, 10:30:57 von Herkus » Gespeichert
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