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Autor Thema: 2009 12 24 Wie wird Weihnachten in Litauen gefeiert?  (Gelesen 1980 mal)
Marek
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sunset in Palanga


« Antworten #15 am: 28. Dezember 2009, 10:51:19 »

Sehr düsteres Bild, was Du da zeichnest. Also ich kenne Weihnachten anders!

Naja, ich würde es nicht so düster bezeichnen, wie du es vielleicht beurteilst.
Ich will dir nicht die Weihnachtslaune verderben. Vielleicht kann ich dich mit santa claus von bob dylan erheitern.

http://www.youtube.com/watch?v=qVs6X9yIM_k

Bob Dylan hat auch litauische Wurzeln. Siehe unter Promis mit litauischen Wurzeln:

http://en.wikipedia.org/wiki/Bob_Dylan

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Dein "Ja" sei wahr und rein,
Und wahr und rein dein "Nein".
                                               Baba Mezia, 49a
Jan
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Delpeda


« Antworten #16 am: 28. Dezember 2009, 11:12:38 »

Ich will dir nicht die Weihnachtslaune verderben.

Keine Chance. Grinsend

Weihnachten ist eben, was man daraus macht. Man muss sich ja nicht zwingend vom Kommerzstress vereinnahmen lassen.

ps.: Nettes Liedchen. Zwinkernd
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apie mane: http://forum.litauen-info.de/index.php?topic=793.msg6942#msg6942
Marek
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sunset in Palanga


« Antworten #17 am: 28. Dezember 2009, 11:20:13 »

Weihnachten ist eben, was man daraus macht. Man muss sich ja nicht zwingend vom Kommerzstress vereinnahmen lassen.

ps.: Nettes Liedchen. Zwinkernd

Sehe ich auch so. Für mich war Weihnachten sehr schön - fernab vom Kommerz! Ich habe einen Abend mit Zigeunern verbracht. War ganz nett und lustig. Wir haben viel getanzt.  Lächelnd
« Letzte Änderung: 28. Dezember 2009, 11:27:16 von Marek » Gespeichert

Dein "Ja" sei wahr und rein,
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                                               Baba Mezia, 49a
Lijana
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« Antworten #18 am: 28. Dezember 2009, 11:53:34 »

Zitat
Number of Dishes

The reason for there being twelve separate dishes varies between pagan and Christian beliefs. The pagans practiced Kūčios traditionally with nine different foods, because there were 9 months in the year according to the ancient calendar. According to the alternative tradition, the thirteen different dishes represented the thirteen lunar months of the year. However, under the influence of the solar calendar, the number changed to twelve. Christians have different beliefs but it is not hard to see how the pagan beliefs could have been adapted by missionaries or monks. For Christians, the twelve different dishes served on the table represent Jesus’ twelve apostles
Twelve Apostles
In Christianity, apostles were missionaries among the leaders in the Early Church and, in the Epistle to the Hebrews, Jesus Christ himself. The term was also used, especially by the Gospel of Luke, for "the Twelve," Jesus' inner circle of disciples...
Zwinkernd
mehr unter http://www.absoluteastronomy.com/topics/Kucios
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Lijana
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« Antworten #19 am: 28. Dezember 2009, 12:07:53 »

jeder kann ja Heiligabend und Weihnachten so verbringen, wie er es sich vorstellt, wie es richtig ist. Da ich mich dieses Jahr von meinem Mann getrennt habe, war für mich sehr wichtig einmal mit den Kids meine Weihnachten zu feiern. Nächstes Jahr ist dann der Ex mit seiner Weihnachtsfeier dran, dann können die beiden direkt vergleichen und das Gefühl für die richtige Weihnachten entwickeln.
Übrigens, Weihnachten als solches war in Litauen lange Zeit verboten und in die Kirche gingen nur die wenigsten Leute. Diejenigen, die es trotzdem gefeiert haben und in die Kirche gingen, konnten weder eine hohe Position auf der Arbeit bekommen, noch sonst irgendwas in seinem Leben erreichen und diejenigen, die auch noch den Mund nicht halten konnten, konnten auch schnell in Sibirien landen. War halt Kommunismus...
Für mich war der plötzliche Glauben so vieler Menschen nach 1989 einfach unvorstellbar und unecht.
« Letzte Änderung: 28. Dezember 2009, 12:15:21 von Lijana » Gespeichert
Jan
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Delpeda


« Antworten #20 am: 28. Dezember 2009, 12:09:29 »

Zitat
Number of Dishes

The reason for there being twelve separate dishes varies between pagan and Christian beliefs. The pagans practiced Kūčios traditionally with nine different foods, because there were 9 months in the year according to the ancient calendar. According to the alternative tradition, the thirteen different dishes represented the thirteen lunar months of the year. However, under the influence of the solar calendar, the number changed to twelve. Christians have different beliefs but it is not hard to see how the pagan beliefs could have been adapted by missionaries or monks. For Christians, the twelve different dishes served on the table represent Jesus’ twelve apostles
Twelve Apostles
In Christianity, apostles were missionaries among the leaders in the Early Church and, in the Epistle to the Hebrews, Jesus Christ himself. The term was also used, especially by the Gospel of Luke, for "the Twelve," Jesus' inner circle of disciples...
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Danke!

Da kann man sich doch gut vorstellen, wie das gelaufen ist:

"He, die Heiden haben hier diese Tradition, 12 verschiedene Speisen zu reichen. Guck doch mal in der Bibel nach. Wäre doch gelacht, wenn es da nicht auch irgendetwas mit '12' gäbe."

"Okay Chef, ich hab da etwas gefunden ..."

Grinsend
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Lijana
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« Antworten #21 am: 28. Dezember 2009, 12:21:19 »


"He, die Heiden haben hier diese Tradition, 12 verschiedene Speisen zu reichen. Guck doch mal in der Bibel nach. Wäre doch gelacht, wenn es da nicht auch irgendetwas mit '12' gäbe."

ja klar, und wenn es gerade nicht gab, wäre doch leichtes diese 12 dort einzufügen... Grinsend ja ja, ich bin im Herzen immer noch die Heidin Grinsend da kann man nichts machen Grinsend
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Henry
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« Antworten #22 am: 28. Dezember 2009, 12:40:07 »

Lijana !  Die Antwort hats du dir selber gegeben!

Übrigens, Weihnachten als solches war in Litauen lange Zeit verboten und in die Kirche gingen nur die wenigsten Leute. Diejenigen, die es trotzdem gefeiert haben und in die Kirche gingen, konnten weder eine hohe Position auf der Arbeit bekommen, noch sonst irgendwas in seinem Leben erreichen und diejenigen, die auch noch den Mund nicht halten konnten, konnten auch schnell in Sibirien landen. War halt Kommunismus...
Für mich war der plötzliche Glauben so vieler Menschen nach 1989 einfach unvorstellbar und unecht.



Weihnachten zum Beispiel wurde heimlich gefeiert! Und zu Gott glauben kann man auch ohne Kirche!
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Lijana
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« Antworten #23 am: 29. Dezember 2009, 20:04:04 »


Weihnachten zum Beispiel wurde heimlich gefeiert! Und zu Gott glauben kann man auch ohne Kirche!


ich habe nichts davon geschrieben, daß bei uns keine Weihnachten gefeiert wurde, und auch nicht, daß ich nicht an Gott glaube.
Also, ja, jedes Jahr aufs neue hinter den dicken Gardinen, und ja, aber ich mache mir nichts aus der Kirche, auch wenn die Kirche als Gebäude schon recht schön sein kann Zwinkernd
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laarson
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« Antworten #24 am: 30. Dezember 2009, 11:34:09 »

Wir haben deutsch-litauisch gefeiert Smiley
Bei uns gab es, natürlich in "mini-ausführung" 12 verschiedene Gerichte. Vom Fisch bis zu Pilzen usw. ABER auch die lit. Version der Nürnberger Bratwurst, mit Semmelknödel und Rotkohl Smiley (bzw. Kartoffelbrei)

@Henry - getrocknete Pilze? habe ich noch nie gehört. Bei allen lit. Weihnachtsabende gab es immer marinierte Pilze die noch vor dem Winter eingelegt wurden. Evtl. unterscheidet sich der Weihnachtsbrauch, auch in dem doch so kleinen Litauen, von Region zu Region.
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Then the seven angels who had the seven trumpets prepared to sound them
Marek
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sunset in Palanga


« Antworten #25 am: 30. Dezember 2009, 12:53:40 »


Für mich war der plötzliche Glauben so vieler Menschen nach 1989 einfach unvorstellbar und unecht.

Es ist interessant zu beobachten, wie nach einem radikalen politischen Umbruch viele Menschen eine Kehrwendung um 180 ° machen.
Es gibt zwar die politisch Ultrorthdoxen, die sich zum vorhergehenden politischen System bekennen.
Ich kenne aus Büchern, wo Menschen im Kommunismus unbeirrbar an ihrem Glauben festhielten, und dafür mit Repressalien rechnen mussten und sie auch erlitten haben.
Ich selbts weiß es nicht, wie ich persönlich mich verhalten hätte?
Ich hoffe nur, wenn ich mal in einem solchen totalitären System leben sollte, die Kraft habe, mich nicht bedingungslos unterzuordnen.

Ich emphehle dir mal folgende Bücher zu lesen:
Chaim Potok,  Novembernächte - Die Geschichte der Familie Slepak spiegelt die tragische Geschichte der russischen Juden im 20. Jahrhundert
Sergei Kourdakov - Vergib mir Natascha - Kourdakov hat als Kommunist und Atheist mehr als 150 Razzien auf christliche Versammlungen durchgeführt
« Letzte Änderung: 30. Dezember 2009, 12:57:03 von Marek » Gespeichert

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« Antworten #26 am: 06. Januar 2010, 07:03:29 »

Habe hier etwas nettes gefunden und möchte es euch nicht vorenthalten:
http://www.youthreporter.eu/tagebuecher/weihnachtsfeiertage-in-litauen.5311/
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Marek
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sunset in Palanga


« Antworten #27 am: 07. Januar 2010, 10:15:33 »

Habe hier etwas nettes gefunden und möchte es euch nicht vorenthalten:
http://www.youthreporter.eu/tagebuecher/weihnachtsfeiertage-in-litauen.5311/

Danke für diesen Link. Ist wirklich sehr interessant zu erfahren, wie alte (heidnische) Kulturbräuche mit  chrsitlichen Symbolen zu einer Einheit verschmolzen wird.
Manches wäre für mich auch unheimlich, wie z.b. , Zitat: "Ab 24 Uhr in der Nacht vom 24. zum 25. Dez können Tiere sprechen und wenn man versucht mit ihnen zu reden, wird man sterben." Spätestens da wäre für mich das friedliche Fest zu Ende. Zwinkernd
Aber ansonsten klingt es sehr verlockend, in Litauen Weihnachten zu feiern. 

Marek
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