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Autor Thema: Oh wie schön ist doch Spanien - vor allem der Ballermann!  (Gelesen 1239 mal)
Jan
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Delpeda


« Antworten #15 am: 11. März 2010, 09:55:49 »

kann dies nicht durch East European Funk veranstalten

Das hatte mich ja noch am meisten gewundert, dass den Zentraleuropäern derartiges über die Lippen kommt. Grinsend.
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Das Bessere ist der Feind des Guten. (Voltaire)
apie mane: http://forum.litauen-info.de/index.php?topic=793.msg6942#msg6942
Dziugas
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« Antworten #16 am: 11. März 2010, 19:53:36 »

Ein Forum wie dieses hier ist dazu da um sich Informationen zu holen, über "Politik" zu diskutieren und einfach - bei manchen - nur zu Spammen. Das ist ja auch alles schön und gut Smiley ABER mich überrascht es immer wieder, wenn ich hier so lese, was die Ansichten und Meinungen von so manch einem hier ist. Da werden Sachen an- und besprochen die viele aus 2 Wochen Urlaub im Jahr, 50 Jahre Buch lesen bzw. andere Tätigkeiten über ein Land kennen.  Augen rollen
Mmmh, also ich kenne Litauen seit kurz nach der Wende. Mit den fast jährlich mehrwöchigen Aufenthalten in Litauen, zunächst als "Spezialist", später dann auch als Privatier, habe ich die Entwicklung Litauens, von der Nachwendeeuphorie bis heute sehr nah miterlebt und getraue mir auch, ein fundiertes Urteil über die Lage geben zu können. In den Jahren habe ich natürlich auch Werden und Vergehen gesehen, das Hoch und Ab, wie das Leben nun einmal ist. Da sieht es in Litauen übrigens auch nicht anders aus, wie im Rest der Welt. Tja, es gibt sogar viele Parallelen zur DDR und der Nachwendezeit, hier im deutschen Osten.
"Ich war in Palanga! Mensch war das toll. Da kostet das Svyturys in der Kneipe nur 8Litas! Das sind ja gerade einmal 2.50Euro für 0.5ltr Bier!".....das im Moment der Durchschnitt 700lt verdient und keiner für 8lt ein Bier trinken geht...?!?
Das finde ich Quatsch. Die Kneipen waren im Sommer voll und es waren nicht nur Touristen - zum Glück Smiley. Geärgert hat mich nur, dass der Kellner (Darf ich das so sagen?) mit 20 Lt. Trinkgeld für 4 Personen unzufrieden war. Wobei das für mich schon viel Geld ist.
....Ich war auch schon am Ballermann - Mensch wie toll ist doch Spanien! Vor allem schmeckt mir da das deutsche Schnitzel so gut....
Da war ich nie, kann also nicht mitreden.
"Die Litauer, besonders mein Herbergsvater, das ist ja so ein netter Kerl! So freundlich, so lieb, so hilfsbereit!" ...bekommt der nicht die Euros in den Arsch geblasen? Könnte es nicht sein, verzeiht bitte den Ausdruck, das nach dem der Gast weg ist genau der gleiche Herbergsvater sagt "Boah - endlich ist der scheiss Deutsche weg?"
Wenn ich in Litauen "angemacht" wurde, dann nur, wenn ich mit einem Lettischen Mietauto unterwegs war. Dann aber auch schon einmal heftig. Sonst hatte ich nie irgendwelche Schwierigkeiten oder Probleme.
Warum werden in Deutschland denn die Autos von Polen oder Litauer gezockt? Weil es der Deutsche fett in der Kasse hat! so schaut es aus....
Das finde ich auch Quatsch. Wir haben auch keine "fetten Kassen".
Wer, wenn ich mal so provokant fragen darf, war denn schon mal hinter den Kulissen? In Kaunas, im letzten Drecksviertel, hat jemanden besucht und man geht raus und fragt sich "wie können Menschen in so einer Bude leben?"
Wer hat sich mal mit ein paar Litauer an den Tisch gesetzt und über Politik in Litauen diskutiert?
Ich. Ich gehe immer zu den Einheimischen und versuche mehr über das Leben im Land zu erfahren. Am Anfang, als es noch nicht so viele Freunde und Bekannte in Litauen gab, waren es ebend auch viele Fremde, mit denen ich gesprochen habe. Über Politik natürlich etwas vorsichtig, wollte ja nicht ...
Hat einer von denen die hier über das Land schwärmen, oder wie Hilmar meint das InCulto populistisch ist, gehört das Landsbergis ein "Schw...."
Ich gehe davon aus das die meisten hier im Forum Landsbergis als den Vater der Auferstehung Litauens ansehen....
Ich finde, jeder sollte frei sein, seine Meinung zu Popgruppen, wie auch Politiker zu sagen.
Oder wurde hier jeman, die sich alle so gut auskennen, schon mit "Vokeciu, bled!" beschimpft?
Nein.
Ich will hier keinem sein Svyturys im Urlaub versauen, oder das studieren von irgend welchen Büchern über Sprache - Livland und die Memel, aber ein wenig zum denken anregen und vielleicht aus der Reserve locken Smiley Lächelnd
Laarson, lass und mal'n Bier zusammen trinken und Dich nicht so hängen.

Dziugas
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Mad
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« Antworten #17 am: 11. März 2010, 20:28:32 »

"Ich war in Palanga! Mensch war das toll. Da kostet das Svyturys in der Kneipe nur 8Litas! Das sind ja gerade einmal 2.50Euro für 0.5ltr Bier!".....das im Moment der Durchschnitt 700lt verdient und keiner für 8lt ein Bier trinken geht...?!?
Das finde ich Quatsch. Die Kneipen waren im Sommer voll und es waren nicht nur Touristen - zum Glück Smiley. Geärgert hat mich nur, dass der Kellner (Darf ich das so sagen?) mit 20 Lt. Trinkgeld für 4 Personen unzufrieden war. Wobei das für mich schon viel Geld ist.

Für mich auch, drum würde ich das nie machen!!!
Das gibt ja 5x 0,5 Liter bestes Alus... jedenfalls in Panevezys!!!

Iki + gibst Du in Deutschland auch 20,- Euro Trinkgeld!? (dann hast Du doch "fette Kassen"!!!) Zwinkernd Grinsend Huch Augen rollen Cool Schockiert
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Dziugas
Gast
« Antworten #18 am: 11. März 2010, 20:54:52 »

Iki + gibst Du in Deutschland auch 20,- Euro Trinkgeld!? (dann hast Du doch "fette Kassen"!!!) Zwinkernd Grinsend Huch Augen rollen Cool Schockiert

Nein, überhaupt nicht. Wir waren aber zu Viert und haben den ganzen Abend gegessen und getrunken und alles zusammengelegt und bezahlt. Eine mitgewesene Freundin aus Bayern hat selbst mal gekellnert und so einen Tick, dass das Trinkgeld immer mind. 10% der Rechnung sein muss und wehe, nicht weniger. Es waren also so 17.... Litas etwas 10% - und aufgerundet. Ehe ich mich mit einer Bayerin rumstreite, dann ...

Fette Kassen haben wir wirklich nicht und Du siehst, so richtig zufrieden bin ich mit der Sache auch heute noch nicht, und hab's auch nicht vergessen, dieses einschneidende Erlebnis.

Dziugas


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Mad
Gast
« Antworten #19 am: 11. März 2010, 21:06:38 »

Dann bin ich ja beruhigt... und in % geb ich schon gar nichts...!!
In der Regel zwischen 1 und 5 Litas... kommt auf den Service und die Freundlichkeit des Personals an... wie bei uns hier auch... Zwinkernd

Iki
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Katrina
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« Antworten #20 am: 11. März 2010, 23:27:35 »

...wenn ich so aus dem "Kellnernähkästchen" plaudern soll:

allgemein: je größer der Rechnungsbetrag, desto weniger % gibt es meist...

"geizig" finde ich gar kein Trinkgeld, oder wenn Leute nur "den Euro vollmachen" (es seidenn, wir reden von Beträgen unter 10 Euro, da ist das was anderes und total ok). bzw. man fängt dann an, zu überlegen, ob der eigene Service nix taugt  Unentschlossen

5% ist der normale Schnitt, der am Ende meist rauskommt.

10% wäre schön, ist aber selten Realität. Hin und wieder aber schon. Das sind dann die sehr positiven Tage. Das merkt man aber meist auch schon so beim Arbeiten, ohne das Geld zu zählen. Da passt die Chemie zwischen Bedienung und Bedientem. Und die Arbeit macht so oder so Spaß Zwinkernd

Ich glaub meine "Tops" sind auch mal ca. 20% des Rechnungsbetrags... aber wie gesagt, der Schnitt zieht es wieder runter. und darauf kommt es ja auch nicht unbedingt an. Gilt einfach auch als Feedback für das Restaurant gesamt. Das Essen (Küchenpersonal!) spielt ja auch ne wichtige Rolle! Zwinkernd

Nervig find ich, wenn Gäste da sind, denen man echt jeden Wunsch von den Lippen abliest, 20 Extrawünsche erfüllt, etc., und dann "nur" 1 oder so von ner 50€-Rechnung und 3 Stunden Bedienen dagelassen wird...


Tatsache ist halt, dass der Kellner-Lohn halt oft schon so (niedriger) ausgelegt ist, dass Trinkgeld praktisch schon "vorausberechnet", und ohne Trinkgeld der Lohn halt echt net doll... :/
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Marek
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sunset in Palanga


« Antworten #21 am: 12. März 2010, 12:11:29 »

Eher noch - kommt, kommt ALLE! Litauen brauch EUER Geld!! ..vor allem ist das Bier billiger als in Spanien Lächelnd Zwinkernd
Aha, also dann sind wir nur geduldete Gäste. Hauptsache der Euro rollt. Schockiert
und die Frauen, laut Hartmut, hübscher....

Es stimmt, dass litauische Frauen schön sind - aber eher schöner als deutsche. Selbst Hermann Sudermann stellt das in seinem Buch "Die Reise nach Tilsit" fest
Spanische Frauen sind dagegen rassig!  Zwinkernd(meine persönliche Meinung)
Aber über Geschmäcker kann man ja streiten.

Gruß
Marek
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Dziugas
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« Antworten #22 am: 13. März 2010, 19:25:03 »

Wir sind beim Trinkgeld dann eher geizig - Ausnahmen bestätigen die Regel.

Ich finde es immer gemein, wenn das (freiwillige) Trinkgeld in den menschennahen Dienstleistungsbereichen schon als Lohn mit eingerechnet ist. All die Kellner, Friseure, Taxifahrer ... machen doch auch gute, normale Arbeit und sollten doch deshalb auch normal bezahlt werden.

Liebe Grüße, Dziugas
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laarson
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« Antworten #23 am: 14. März 2010, 05:58:54 »

@Marek - natürlich sind die Euros willkommen. Kurbelt die Wirtschaft(en) an Lächelnd
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Marek
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sunset in Palanga


« Antworten #24 am: 14. März 2010, 12:08:18 »

@Marek - natürlich sind die Euros willkommen. Kurbelt die Wirtschaft(en) an Lächelnd

@Laarson, ich habe es schon verstanden. Aber für Litauen mache ich fast alles. Da verschachere ich auch noch mein letztes Hemd, um den Urlaub dort richtig genießen zu können. Lächelnd
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Hilmar
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« Antworten #25 am: 16. März 2010, 01:07:48 »

Bist Du denn nicht der Meinung das Deine Freunde zu einer ganz anderen Generation gehören als die, die jetzt heran wächst? Also ich sehe eine Tendenz in der Gruppe der 18-20 jährigen die nicht dem entsprechen was, wahrscheinlich, Du als Jugendlicher erfahren hast.
Ich kann Dir gewiss keine Auskunft über die heutige Jugend geben. Das ist mitunter sehr vielschichtig, das kann ich gar nicht überblicken. Von daher weiß ich auch nicht, wogegen Du diese Jugend abgrenzen möchtest. Das musst Du schon erklären.
Ich kenne eher Vertreter der Generation der jetzt 30- 35jährigen. Das sind jene, die sowohl in jungen Jahren die sowjetische Zeit miterlebt haben wie auch den Umbruch zu Beginn der 90er Jahre, die erste Auswanderungswelle, den ersten Aufschwung nach 93 , die Russlandkrise, die zweite Auswanderungswelle, den Aufschwung nach 2000. Die Berufseintrittsphase lag durchweg nach 2000, also in einer Aufschwungsphase. Von daher beantwortet sich folgendes:
Zitat
Dazu [...] denke ich das sich dein Freundschaftskreis - wie so viele hier im Forum - im oberen drittel der lit. Schicht befindet.
auch nicht so einfach, wie Du denkst.
Aus meinem Freundeskreis haben sehr wohl viele studiert und konnten einen ordentlich bezahlten Beruf ergreifen. Mitnichten war dies allerdings irgendwie vorgezeichnet. Einer kam aus der Žemaitija mit 16 Jahren alleine nach Vilnius. Ohne Unterkunft, ohne Geld, ohne Halt. Der hat sich seine Schulzeit durch Arbeit finanziert, bekam von seiner Familie (kleine Subsistenz-Landwirte) Kartoffeln, eingelgte Tomaten, und hin und wieder mal Fleisch, wenn ein Schwein geschlachtet wurde. Er hat seinen weiterführenden Schulabschluss geschafft, hat anschließend Medizin studiert und lebt mittlerweile mit seiner vierköpfigen Familie in Šiaurės Miestelis. Klar, obere Schicht, könnte man von außen sagen... ist aber alles selbst hart erkämpft. Anderen ging es nicht anders, da gab es keine Oberschichten-Familien, die ihren Kindern alles ermöglicht haben, sei es aufgrund von Netzwerken oder Eigenmitteln. Die eine hat Journalismus studiert, der Vater hatte einen einfachen sozialen Beruf (Arbeit mit Blinden), keineswegs finanziell sehr gut gestellt. Andere arbeiten in Schnapsfabriken, als Fahrer, aber auch als erfolgreiche Unternehmer oder als Anwalt. Familienhintergrund vom pensionierten hochrangigen Physiker in Ignalina bis zum einfachen Bauern aus Niederlitauen. Was ist da priviligiert? Ich kenne auch diejenigen, die gescheitert sind, dem Alkohol oder anderen Drogen verfallen sind...  und die entstammen dem gleichen Elternhaus-Spektrum.
« Letzte Änderung: 16. März 2010, 01:09:51 von Hilmar » Gespeichert

heavy clouds over candy land.
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