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Autor Thema: Ideen, Rat, Lebenshilfe  (Gelesen 1061 mal)
Tirza
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« am: 01. Januar 1970, 01:00:08 »

Hallo, ich brauche Eure Meinung und Euren Rat und zwar ziemlich dringend.

Wir machen ja seid einigen Jahren Hilfstransporte nach Litauen. Dadurch haben wir unter anderem Kontakt zu einem Kinderheim. Letztes Jahr hatten wir aus diesem Kinderheim 4 Mädchen (damals 13-17) für 4 Wochen bei uns zu Besuch.
In der Zwischenzeit hat ein Mädchen geheiratet und im Mai ein Baby bekommen. Jetzt hat sie und ihr Mann es sich in den Kopf gesetzt das sie nach Deutschland kommen möchten.
Natürlich würden wir sie unterstützen, aber so ohne weiteres können wir uns keine zusätzliche Familie leisten (rein finanziell Platz haben wir). Ich habe ihr das auch geschrieben das wir sie gerne unterstützen aber eben nicht dauerhaft und das sie vor allem Deutsch lernen müssen.
Heute habe ich einen Brief auf Deutsch erhalten. Sie hat schon begonnen zu lernen und sie wollen gerne schon Ende September Anfang Oktober übersiedeln.
Wie sieht es aber mit den Behörden aus? Brauchen sie ne Aufenthaltserlaubnis? Werden sie die einfach zu bekommen? Dürfen sie dann arbeiten (falls sie einen Job finden).
Ich habe echt keine Ahnung wie ich vorgehen muß und bitte ganz dringend um Rat.

Viele Grüße
Tirza, leicht überfordert weil sie damit echt nicht gerechnet hat.

PS: Das Mädel ist jetzt übrigens 18, ohne Abschluß und der Mann ist 21 mit Ausbildung als Landmaschinenmechaniker. Beide können kein Englisch, ein paar Wörter Deutsch (sie lernen ja jetzt) und sprechen neben litauisch leidlich russisch.
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« Antworten #1 am: 01. Januar 1970, 01:00:08 »

Mit Arbeit...  problematisch. Die EU hat erst mal für die nächsten 7 Jahre 'ne Bremse reingehauen. Hat sich also nach dem EU-Beitritt im Vergleich zu vorm EU-Beitritt nichts geändert. Leider.

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Tirza
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« Antworten #2 am: 01. Januar 1970, 01:00:09 »

Heißt das, das sie hier gar keine Arbeitserlaubnis bekommen würden???

Gibt es hier jemanden, der mir einen Brief ins litauische übersetzen kann? Es ist ein wenig schwierig ihr das mitzuteilen, wenn sie nur die Hälfte versteht

Viele Grüße
Tirza
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stephmax
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« Antworten #3 am: 01. Januar 1970, 01:00:09 »

Hi Tirza,

echt schwierig...

Der Mann könnte hier Jobmäßig eventuell Chancen haben. Landmaschinenmechaniker, die was können und bereit sind, bei Wind und Wetter auf dem Feld einen Mähdrescher zu reparieren, sind echt gesucht. Wenn es einen Arbeitgeber gibt, der ihn einstellen würde, kriegt der beim Arbeitsamt gegen Nachweis, daß er keinen Deutschen findet, bestimmt eine Arbeitsgenehmigung für ihn. Vielleicht kannst Du Dich eventuell mal von einem Anwalt für Ausländerrecht beraten lassen (kostet weniger als man denkt).

Das mit der Sprache wirft natürlich ein Problem auf, einigermaßen Deutsch sollte er schon mitbringen.

Ich würde Dir raten, erst mal bei offiziellen Stellen nachzufragen, bei uns in Hessen sind die Arbeitsämter echt kooperativ in solchen Dingen.

Gruß
Stefan
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