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Autor Thema: Auswandern nach Deutschland und dann?  (Gelesen 1728 mal)
kolja.epop
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« am: 31. Oktober 2010, 01:29:40 »

Hallo ihr lieben Leute auf dieser Seite,

bin hier ganz frisch aufgetaucht auf der Suche nach netten Menschen die mir mit ein paar nützlichen Informationen, Tipps und Tricks weiter helfen können  Smiley

Meine Freundin möchte bald nach Deutschland kommen damit diese ständige hin und her fahrerei zwischen Deutschland und Litauen ein Ende hat. Und da ich immer noch im Studium bin, bin ich leider schrecklich immobil was Umziehen angeht.

Da tauchen natürlich tausende von Fragen auf! Das wichtigste für mich (und auch unsere Beziehung) ist das sie hier eine gute Arbeit findet. Sie hat einen Master in Internationalen Beziehungen und schon ordentlich Erfahrungen auf dem Litauischen Arbeitsmarkt und würde eine ziemlich gute Arbeitsstelle in Litauen aufgeben um zukommen. Ich möchte auf keinen Fall das sie das tut um anschließend hier Toiletten zu putzen. Leider spricht sie noch kein Deutsch, deswegen wird wohl erst mal ein Intensivkurs anstehen.

Habt ihr irgendwelche Erfahrungen wie schwer es ist Arbeit zu finden nachdem man Ausgewandert ist?

Kann sie erst ab dem 30.04.2011 ohne Vorrangprüfung in Deutschland arbeiten?

Wie beginne ich die Suche am besten bzw. Wie fange ich an?

Ihr merkt das ich die Fragen sehr allgemein gehalten habe. Dies mach ich mit Absicht da ich um jeden Rat und jede Information dankbar bin Smiley) denn um ehrlich zu sein habe ich auch ein wenig Angst davor das das alles nicht wird und sie nach ein paar Monaten zurück muss weil sie hier kein Fuß fassen kann und die Fahrerei weiter geht. Ich ärgere mich eh schon oft genug das ich noch nicht mit dem Studium fertig bin und sie einfach so kommen kann.

Also wie gesagt ich bin um jede Info dankbar auch wenn es nur ein gutes zureden ist weil es auch bei anderen geklappt hat Smiley)

Kolja
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laarson
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« Antworten #1 am: 31. Oktober 2010, 04:59:26 »

 Augen rollen ...macht doch alles der Reihe nach...

da keine deutschkenntnisse vorhanden würde ich vorschlagen, bis alle sachen geklärt sind und ihr nichts überstürzt, soll sie doch jetzt schon anfangen in litauen einen deutschkurs zu belegen.

als nächstes würde ich vorschlagen, aber das macht ihr ja bestimmt schon..  Cool , von litauen aus, bzw. du, einen job in deutschland zu suchen.

abgesehen davon - wenn ab 01.05.2011 eh alles frei ist - nutzt die zeit, wie schon gesagt nichts überstürzen, ausgiebig urlaub in deutschland machen, und dann entscheiden.

« Letzte Änderung: 31. Oktober 2010, 05:02:14 von laarson » Gespeichert

Then the seven angels who had the seven trumpets prepared to sound them
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« Antworten #2 am: 31. Oktober 2010, 06:26:42 »

Hallo Kolja,

zunächst mal herzlich willkommen hier im Forum...

Laarson hat Recht, ab dem 1. Mai 2011 wird vieles leichter.
Aber... je nachdem, was sie machen möchte, sind gute bis sehr gute Deutschkenntnisse erforderlich. Deshalb würde ich versuchen so schnell und so gut wie möglich Deutsch zu lernen um dann hier in Deutschland eine qualifizierte Arbeitsstelle zu bekommen.

Viel Glück und alles Gute euch beiden!
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Jan
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Delpeda


« Antworten #3 am: 31. Oktober 2010, 08:31:35 »

Hallo Kolja und herzlich willkommen!

um dann hier in Deutschland eine qualifizierte Arbeitsstelle zu bekommen.

Genau richtig. So löblich es scheint, vielleicht am Anfang eine Stelle anzunehmen, die der Qualifikation nicht entspricht, um wenigstens erst einmal etwas Geld zu verdienen - das kann ordentlich nach hinten losgehen. Wenn es dann nämlich einmal zu einer Arbeitslosigkeit kommen sollte, würde die Arbeitsagentur in erster Linie versuchen, in einen ähnlichen Job zu vermitteln.

Auf jeden Fall zunächst einmal die deutsche Sprache lernen. Etwas Wichtigeres dürfte es im Moment kaum geben, aber das habt Ihr ja auch schon erkannt. Ein Kurs in Litauen ist zwar nicht schlecht und sicher auch erforderlich, dürfte aber einen längeren Aufenthalt in Deutschland (Urlaub?) kaum ersetzen können. Parallel kannst Du Dich hier ja schon nach Jobs umsehen, wenn auch heute freie Jobs sicher zu dem Zeitpunkt, in dem Deine Freundin nach Deutschland kommen wird, nicht mehr frei sein dürften. Aber schaden wird es sicher nicht.

Auf jeden Fall alles Gute für Euch!

ps.: Ein großer Vorteil: Du hast schon jetzt schriftlich, wer in Eurer internationalen Beziehung der Master ist. Wir anderen hier mussten das erst im Leben herausfinden. Grinsend
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Das Bessere ist der Feind des Guten. (Voltaire)
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Mukas
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« Antworten #4 am: 31. Oktober 2010, 08:39:21 »

Hallo Kolja

ich habe das selbe vor 6 Jahren durchgemacht und wollte Dir ein paar Ideen mit auf den Weg geben.

Versuche die Deutschkenntnisse vor der Einreise Deiner Freudin zu puschen. Sie sollte das Smalltalkniveau haben.
Meine leidige Erfahrung ist, ohne Deutschkenntnisse keine Arbeit, auch nicht nach dem 1.Mai. Viele Litauer und  Osteuropäer werden sich noch wundern. Wir sind halt hier nicht in England oder Irland wo man mit ein paar Worten Englisch im Niedriglohnsektor Arbeit bekommt.
Bei uns brauch man gerade im unteren Lohnniveau Bereich Deutschkenntnisse.
Stell Dir die Frage des Bildungsniveaus, hat Sie einen Uni Abschluß und spricht TOP Englisch und evtl noch eine weitere Sprache? Dann siehts besser aus, auch mit sehr wenig Deutsch wär da eine Chance.

Hier gibt es noch keine litauische Infrastruktur zur Arbeitvermittlung wie in anderen Ländern. Du braucht bei der Vermittlung auch nicht auf die Agentur für Arbeit hoffen, die sind vor dem 1. Mai nicht für solche Fälle zuständig. Huch
Es wird alles an Dir hängen bleiben, das kostet viel Zeit und Nerven.
Ich versuche seit 1 Jahr für meine Schwiegereltern in eine offizielle Arbeit zu finden, die sind gerademal so um die 50. Hat bisher nur zur Kartoffelernte für 4,5 Euro die Stunde gereicht...der Rest wird mit Schwarzarbeit abgedeckt. Ist kein leichtes Leben.

Wenn Ihr die Zeit bis Mai finanziell überbrücken könnt rate ich zu einem Integrationskurs. Ist in der Regel kostenlos und wird oft von der VHS angeboten. Kümmer dich zügig darum, das braucht alles zeitlichen Vorlauf.
Somit wäre Sei dann zum 1.Mai fit. Cool

Kannst mir gerne eine PN bei Fragen schicken.

Will Euch keine Angst machen, aber man muss realistisch bleiben. Stell Sir immer die Frage warum jemand Deine Freundin anstellen sollte...

Gruß
Joachim
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Krisai
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« Antworten #5 am: 31. Oktober 2010, 10:06:39 »

Hallo,

also einfach wird es sicher nicht. Ich kenne eine Litauerin die perfekt Deutsch spricht, eine hauswirtschaftliche Grundausbildung und ein Wirtschaftsstudium  hat und sich ihr Geld mit Haushaltstellen in Deutschland verdient.

Aber, deine Freundin spricht sicher auch Russisch, dass kann durchaus ein Vorteil sein. Schau mal in die ueblichen russischen Zeitungen in Deutschland, da sind immer interessante Arbeitsangebote.

Viel Erfolg

Krisai
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kolja.epop
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« Antworten #6 am: 31. Oktober 2010, 12:15:07 »

Danke erstmal an alle für eure Antworten Smiley

Ihr habt sicher recht, Deutsch ist ersmal der Schlüssel um eine qualifizierte Arbeit zu finden. Leider ist sie in mom. sehr eingespannt was ihre Arbeit angeht, sodass ihr Sprachniveau nur langsam steigt und Urlaub kann sie sich erstmal keinen nehemen um zu kommen. Aber ich denke mal sie könnte rel. schnell ein einigermaßen gutes Level erreichen da sie ziemlich Sprachbegabt ist. Sie spricht fließend Englisch (viel viel besser als ich ^^), Norwegisch und Russisch.



Genau richtig. So löblich es scheint, vielleicht am Anfang eine Stelle anzunehmen, die der Qualifikation nicht entspricht, um wenigstens erst einmal etwas Geld zu verdienen - das kann ordentlich nach hinten losgehen. Wenn es dann nämlich einmal zu einer Arbeitslosigkeit kommen sollte, würde die Arbeitsagentur in erster Linie versuchen, in einen ähnlichen Job zu vermitteln.

ps.: Ein großer Vorteil: Du hast schon jetzt schriftlich, wer in Eurer internationalen Beziehung der Master ist. Wir anderen hier mussten das erst im Leben herausfinden. Grinsend

also lieber am Anfang nicht unbedingt nach kleinen Arbeiten schauen, sondern solange suchen bis etwas angemessenes gefunden ist? .. und natürlich meine ich einen Masteranschluss ^^


Hier gibt es noch keine litauische Infrastruktur zur Arbeitvermittlung wie in anderen Ländern. Du braucht bei der Vermittlung auch nicht auf die Agentur für Arbeit hoffen, die sind vor dem 1. Mai nicht für solche Fälle zuständig. Huch


Also muss ab dem 1.Mai überhaupt nichts mehr über die Agentur für Arbeit gereglt werden was das Thema arbeit angeht? Das mit dem Integrationskurs ist auf jeden Fall eine Top Idee! Da werde ich mich mal drum kümmern. Und danke @ Jan für das angebot für PN, hat es den bei dir/ euch geklappt? Es ist ja immer beruigend zu wissen wenn man nicht der erste ist der soetwas durchmacht.

Ich weiß das da eine schwierige Zeit auf uns zukommt aber ich hoffe zutiefst das sich alles zum guten wenden wird, ich werde auf jeden fall nicht aufhören zu suchen bis etwas angemessenes gefunden ist.

Danke nochmal für alles!

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Dziugas
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« Antworten #7 am: 01. November 2010, 22:20:29 »

Hallo kolja.epop,

auch von mir ein herzliches Willkommen im Club. Ob und wie schnell Deine Freundin gute Arbeit findet, hängt sicher in großem Maße vom Ort Eures gemeinsamen Wohnens und Deinem Netzwerk ab. Ich kenne viele Ausländer, die auch und gerade im Osten Deutschlands gute Jobs gefunden haben und anfangs kaum Deutsch sprachen. Englisch ist ganz wichtig! Naja, Du kannst ja mal posten, wo Ihr überhaupt zuhause seit.

Auf die Agentur würde ich mich überhaupt nicht verlassen - alles selbst in die Hand nehmen. Mit so guten und teilw. auch seltenen Sprachkenntnissen sollte auf jeden Fall auch ein guter Arbeitsplatz zu finden sein.

Ich drücke Euch die Daumen, Dziugas
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kolja.epop
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« Antworten #8 am: 02. November 2010, 22:49:19 »

Hej na Smiley

danke für das willkomen! also ich studiere in münster, deswegen wollen wir uns hier eine kleine wohnung suchen und dann weiter nach arbeit suchen. münster ist an und für sich speißig (ich hoffe keine münsteraner fühlen sich auf die füße getreten ^^) aber durch die uni doch ziemlich international. ich suche schon immer nach möglichkeiten was sie machen könnte. hier gibt es sogar ein baltisches institut wo man liauisch lernen kann.. (hab sogar litauisch unerricht Smiley) vieleicht kann man ja in die richtung was machen.

integationskurse habe ich mir auch schon mal angeschaut und es gibt auch einrichtungen hier die die anbieten. nur sind die leider ziemlich teuer finde ich, lohnt sich die investition? bei härtefällen kann man auch kosten teiweise wieder erstattet bekommen nur ob das hier zutrifft weiss ich nicht, hab das BAMF (bundesamt für migration und flüchtlinge) aber mal angeschrieben. ansonsten gibt es noch einen privaten anbiedter von intensiv sprachkursen .. nur 3.500 euro für ein halbes jahr und dann noch lebenserhaltungskosten .. das sprent meinen studenten haushalt. gibt es für sowass vieleicht ein stipendium??! mit stipendia kenn ich mich leider mal so ga nicht aus, hat jemand informationen darüber?

so wünsche euch allen labas vakaras Smiley
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Jan
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Delpeda


« Antworten #9 am: 02. November 2010, 22:56:22 »

und dann noch lebenserhaltungskosten

Ja ja, bei einem studentischen Budget können die Lebenshaltungskosten schon mal ganz schnell zu Lebenserhaltungskosten werden. Zwinkernd Zwinkernd Zwinkernd
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Das Bessere ist der Feind des Guten. (Voltaire)
apie mane: http://forum.litauen-info.de/index.php?topic=793.msg6942#msg6942
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