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Autor Thema: Hausbau u.a.  (Gelesen 2135 mal)
Eisvogel
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« am: 15. Oktober 2011, 22:49:33 »


Hallo erst mal an alle hier! Bin seit ein paar Tagen hier nun auch dabei.
Weiß jemand wie die Fundamentierung von Häusern in Litauen, speziell in der Region Palanga ist?
Normalerweise wird ja mit Beton ausgegossen. Da aber zumindest auch im Straßenbau im Norden mit Sand gearbeitet wird habe ich mich gefragt ob es in Litauen, zumindest in den Regionen wo sandiger Untergrund ist auf andere Art gebaut wird.
Das Haus soll mit 9 mal 9 Metern auch einen eher kleinen Grundriss haben.
Weil wenn das möglich wäre, könnte man die ganzen Auskofferungsarbeiten sparen.

Dann würde mich noch interessieren wie umfangreich das Abwassersystem ist. Ist es in Litauen mit Kläranlagen ähnlich wie bei uns? Wahrscheinlich wird es ja so sein, daß je kleiner die Wohneinheit von Häusern ist desto eher wird es wohl eine Art von Selbstversorgung geben.
Kann man möglicherweise bei einer Gemeinde nachfragen die das Versorgungsnetz aufgezeichnet haben, und ins Netz gestellt?
Praktisch wäre ja, wenn die Leitungen entlang großer Straßen lägen.....

Wie sieht es mit der Verkabelung für das Internet aus? Kann man davon ausgehen, daß Leitungen entlang großer Straßen gelegt werden?

Falls meine Fragen setsam sein sollten. Ich habe noch mehr davon ;-)

Vielleicht schaffe ich es ja nächstes Jahr im August hinzfliegen und kann dann Erfahrungen direkt vor Ort sammeln. Falls jemand aus der Ecke Palanga und Kleipeda gibt würde ich mich über einen Kontakt freuen. 
Danke für Euer Interesse,

                                           Christoph     
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Henry
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« Antworten #1 am: 24. Oktober 2011, 09:38:04 »

Hallo Christoph   dafuer gibt es litauische Architekten! Es ist auch nicht so einfach eine Baugenehmigung zu  bekommen..lass dich beraten. Spart Aerger und Kosten und eventuell den spaeteren Abriss.
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Urvo
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« Antworten #2 am: 31. Oktober 2011, 23:00:37 »

Hallo Christoph,
wie Henry schon sagte, ohne Architekt ist es fast unmöglich den "grünen Stempel" zu bekommen.
Hast Du bereits ein Grundstück gekauft oder ausgewählt ? Von privat or über Makler ?
Na ja, 81 qm sind schon ein ausgewachsenes Häuschen.  Zwinkernd
Wie soll es werden; mehrere Etagen, Keller, Hozhaus, Fertigteilhaus,...Heizung elektrisch oder....?
Die Kosten für den Achitekten - wenn Du noch keine Zeichnungen und Baubeschreibung hast - sind in LT deutlich günstiger als nach HOAI in D-Land. Die Suche nach einer zuverlässigen Baufima wird sicherlich spannender als die Auswahl des Interntanbieters.
Einen Architkten der auch deutsch spricht findest Du bestimmt. Viel Glück

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Biker
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« Antworten #3 am: 05. Januar 2012, 14:07:42 »


 Hallo Christoph,

Ich habe es fast hinter mir, zwar in Silute, es sollte in Palanga aber ähnlich sein. Mein Haus steht und Innenausbau mit Heizung, Treppe, Boden etc. sind fertig. Bäder und Außenbereich sind noch nicht gemacht.

Nun aber zu Deinen Fragen:

Das Fundament ist in Litauen Beton!! Leider nicht die gl. Qualität, die ich von hier kenne. Je nach Größe des Hauses wird es ca. 80 cm - bis 120 cm Tief. Wundere Dich nicht, wenn zuerst Streifen-Fundament gegossen und dann die Bodenplatte betoniert wird!! In Deutschland wird alles in einem Arbeitsgang erledigt, mindestens so kenne ich es.
Wenn der Grundwasser zu Hoch ist, werden zuerst Pfeil-Fundament gegossen (quasi wie ein Stamm in die Erde rein, weiß nicht, wie es korrekt genannt wird), dann wird auf diese Pfeilen Bodenplatte gelegt. Bekannter (Litauer) wollte unbedingt am See bauen und hatte das Problem. Allein das Fundament hat ca. 60000 litas gekostet.

Wenn Du ein Grundstück erworben hast, musst Du es Geographisch erfassen lassen (Grenzbestimmung), danach brauchst Du einen Bauplan und einen Architekt, der den Bauplan zwecks Genehmigung an entspr. Behören einreicht. Es klingt komplizierter als es ist. Viele Architekten bieten diese Dienstleistung an, d.h. sie kümmern sich um Baugenehmigung, Gesamtkosten je nach Haus 1000 bis 3000 Euro. Wobei in Palanga könnte es teurer sein.


Bei mir musste dann 5-6 LKWs Sand geschüttet werden, frag mich nicht wieso, denn der Boden war eigentlich gerade!!?? Kanalisationen werden momentan verlegt, mein Haus hat bereits Abwasserkanalisation, mein Nachbar hat ca. 2 Jahre vor mir gebaut und hat eine Zisterne und muss nun das ganze an der Kanalisation anschließen lassen (ändern).

Internet und Fernsehe sind über Satellit zu bekommen, ich habe es beim Nachbar probiert (inkl. WLAN ;-), es ist nicht schlecht, natürlich nicht vergleichbar mit meinen 50 MB VDSL hier ;-)

Mein Tipp für Dich: Du brauchst dringend jemanden vor Ort, der sich gewissenhaft um Bau kümmert, sonst hast Du verloren, ich habe meinen Schwiegervater und meine Schwägerin und einen Schwager, der permanent nach Rechten geschaut haben, trotzdem ist eine oder andere schief gegangen. Der OPA hättet fast da übernachtet ;-)

Viele Firmen beschäftigen Saisonarbeiter, wenn Du irgendwie die Arbeiter direkt bekommen kannst, bezahlst für die gl. Arbeit bis zu 60% weniger ;-).

Gruß // Biker
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« Antworten #4 am: 08. Januar 2012, 16:23:20 »

Nach dem der Betreff "Hausbau u.a." lautet, habe ich etwas zum "u.a."....

...wir haben eine Datscha, in der Nähe von Molėtai, in unserem Familienbestand. Diese war nun einige Zeit (Jahre) nicht mehr bewirtschaftet und wie das eben ist, ist nicht mehr viel davon brauchbar oder besser gesagt vorhanden.
Nun stellt sich mir die Frage, da die Grundmauern solide und noch vorhanden sind, ob ein Aufbau auf diesen Grundmauern, wenn die (damaligen) Ausmaße des Ferienhauses eingehalten werden, genehmigungspflichtigen- oder anderweitigen behördlichen Auflagen unterliegt??

Weiterhin ist mir noch unklar, ob es eine Differenzierung zwischen Datscha und Wohnhaus gibt. Da, wenn ein Aufbau stattfindet, dies als Wohnhaus geschehen soll, der sich evtl. für kaimo turizmo Auf- und Ausbauen lässt. 

Damit noch nicht genug, evtl. hat jemand Erfahrung mit Nutzwasserzisternen in LT und der damit verbunden Entsorgung des Abwassers
(hier würde ich mir nachfolgendes vorstellen http://www.schellheimer.de/index.shtml?unbenannt2

Ačiū
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