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Autor Thema: Familienforschung  (Gelesen 2216 mal)
Heike
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« am: 21. November 2004, 15:26:10 »

Ich suche Verwandte, Bekannte oder Informationen über die Familie Kallnischkies.

Dies ist mein Mädchenname, mein leider schon verstorbener Vater Max wurde 1926 in Schillmeiszen, Kreis Heydekrug geboren.
Sein Vater hieß Georg Kallnischkies, seine Mutter Marie Bredis.
Gewohnt und gearbeitet hat er 1942 in Memel, lt. seinen Ausagen mußte er früh die Schule verlassen um auf dem Feld zu helfen. Deutet dies auf eine Verwandtschaft zu einer Urte Kallnischkies (Bäuerin) hin? Sein Vater selbst hat wohl in einer Mühle gearbeitet oder so.
Die Ostpreußenseiten zu dem Memelland sind leider recht lückenhaft da wohl etliche Unterlagen zerstört wurden.
Leider hat mein Vater nur äußerst ungern über frühere Zeiten gesprochen, mag an seiner schweren Krigsverletzung gelegen haben.

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Heike
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« Antworten #1 am: 21. November 2004, 15:47:09 »

Da fällt mir noch eine Frage ein.  Lächelnd
Sollte ich mit Urte verwandt sein (sie wäre dann meine Urgroßmutter), läßt der Name ja auf litauische Vorfahren schließen. Bin  ich dann nach litauischem Recht ein wenig ein Staatbürger dort? So ähnlich wie die Spätaussiedler oder deutschstämmigen hier.  Huch
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Rolf_2
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« Antworten #2 am: 21. November 2004, 19:23:16 »

Hallo Heike

Familienforschung ist ein "zähes" Geschäft, aber das hast Du sicher schon bemerkt. Schwierig ist es für mich auch Dir brauchbare Tips zu geben, weil ich Deinen Kenntnisstand nicht kenne. Im Bestandsverzeichnis der Deutschen Zentralstelle für Geneologie in Leipzig wirst Du vielleicht fündig. Dorthin wurden 1945 die Unterlagen des "Reichssippenamtes" gebracht. Wahnsinnig viel wurde auch von den Mormonen auf Mikrofilmen verfilmt. Ein Blick in die "Annaberger Analen" könnte auch hilfreich sein. Es gilt: lesen, lesen, lesen - Geduld, Geduld, Geduld. Das Litauische Kulturinstitut in Hüttenfeld hat auch eine Bibliothek und betreibt eine Fernausleihe. Alle genannten haben auch Internetpräsenzen (einfach in google den Suchbegriff eingeben). Im Bereich Heydekrug und Memel wird allerdings, nach meinem Kenntnisstand, schon viel geforscht. Bei mir ist es etwas schwieriger. Mein Großvater (Deutscher) wahr mit einer Litauerin (CEKANAUSKAITE) verheiratet und lebte bis zur Flucht in Kaunas wo auch mein Vater und dessen Geschwister geboren wurden. Mein Vater ist also "halber" Litauer. In Deutschland heiratete er eine Deutsche, also bin ich "ein viertel" Litauer. Puuh ! Jetzt ist das alles ein bißchen viel geworden. Laß` Dich nicht entmutigen - ich werde auf die Namen Kallnischkies und Bredis achten...

Viel Erfolg
Grüße aus Rheinland-Pfalz

Rolf
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Lijana
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« Antworten #3 am: 22. November 2004, 09:39:26 »

Kallnischkies=Kalniskis(er), Kalniskiene(sie-Frau), Kalniskyte(sie-mädchen). Das s in der mitte muss so einen Hacken oben drüber haben, deswegen wird es wie sch ausgesprochen.
Urte ist kein gewöhnlicher Litauischer Name. Habe noch nie gehört, daß jemand Urte heißen soll. Aber mein Urgroßvater hieß ja auch Silvestras, was auch nicht gerade Litauisch ist Grinsend.
Bredis kommt mir auch sehr ungewöhnlich vor.
Ungewöhnlich kommt mir auch der Name Georg...warum Georg?
Mir schein, die Litauer haben damals irgendsowas wie deutschen Tick gehabt oder warum waren die Vornamen so deutsch?


P.S.an Admin-wäre vielleicht möglich das Charset zu ändern, damit man die Litauischen Buchstaben so darstellen kann, wie sie sind?...es muss entweder das ISO_8859-4 oder das windows-1257 sein, muss man ausprobieren
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Heike
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« Antworten #4 am: 22. November 2004, 15:10:26 »

Hallo Lijana,
der Name Urte war mir auch völlig unbekannt bis ich ihn in Verbindung mit meinen Forschungen las.
Übrigends ist er wohl doch litauisch, jedenfalls wenn man diesem von dir geposteten Link folgt.
http://www.mamos-svetaine.de/modules.php?name=Encyclopedia&op=terms&eid=1&ltr=U

Meinst du der Name Kallnischkles, in welcher Schreibweise auch immer, ist litauischen Ursprungs? Möglich wäre es schon, er ist mir sonst in keiner anderen Gegend Deutschland vorgekommen.
Demnach wäre dieser Zweig meiner Familie litauischen Ursprungs?
Die deutschen Vornamen könnten daran liegen daß die litauische Herkunft wahrscheinlich nicht gelebt wurde, aus welchen Gründen auch immer.  Dies vermute ich einfach mal aufgrund der Tatsache daß mein Vater keinerlei litauische Sprachkenntnisse hatte. Wohl aber Grundkenntnisse in russisch und polnisch.


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Lijana
Gast
« Antworten #5 am: 22. November 2004, 15:39:01 »

Kalniskis an sich muss schon litauisch sein. Von Kalnas-Berg
Wegen Urte habe ich auch nicht gesagt, daß es nicht litauisch ist. Es kann sein. Hört sich schon litauisch oder lettisch an. Es ist nur so, daß der Name nicht oft vorkommt. Daher wäre die Suche vielleicht einfacher.
Die deutschen Vornamen könnten auch daher kommen, da auch irgendwie eine Verbindung zu Deutschland gab, egal welche. Wer weiss das schon?...
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kristina
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« Antworten #6 am: 28. November 2004, 14:10:45 »

Zu den Namen Georg - auf litauisch müsste es Jurgis klingen.

Kristina
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