Für richtige "Rund-um-die-Uhr"-Pflege mag das anders sein, da dann einfach das Lohn-Arbeits-Verhältnis nicht mehr stimmt. Aber vielfach handelt es sich ja eben auch um eine solche Betreuung, bei der es um die morgendliche Wäsche und ansonsten um Haushaltsaufgaben handelt, bei der täglich einige Stunden Freizeit übrig bleiben.
wieso 720 Stunden?
Das meine ich nicht. 24-h-Jobs sind bei dem, was ich meine, außen vor.
Ich spreche von
1000€ +Krankenversicherung +Unterkunft +Essen +Waschmaschine, Waschpulver etc. +Wasser,Müll u.andere Nebenkosten + Strom +Gez/Fernseher +Telefon +Reisekosten (=mindestens (!) 1600€ (Netto!))
und von einer Arbeit, die aus dem morgendlichen Waschen/Anziehen einer Person, der Hilfe beim Essenmachen und im Haushalt (einer Person) besteht.
für eine unqualifizierte Arbeitskraft mit geringen/schlechten Deutschkenntnissen
Auf Einzelfälle, in denen es anders ist, beziehe ich mich nicht. Genauso wenig auf eine 24-Stunden-Betreuung (die ich absurd finde, für eine einzelne Person, und wo ich nicht verstehe, warum sich jemand so etwas antut...). Wenn es sich um eine examinierte Pflegekraft handeln würde, mit entsprechender Ausbildung und deutschen Sprachkenntnissen in einer Form, dass man sicher sein kann, dass das Erklärte auch verstanden und dementsprechend umgesetzt wird/würde, würde ich einen wesentlich höheren Lohn selbstverständlicherweise für absolut angemessen halten. Aber ich denke, wir dürfen nicht vergessen, dass außer dem Lohn von ca. 1000€ ALLE laufenden Kosten für diese Arbeitskräfte übernommen werden. D.h., theoretisch haben sie 1000€ "Taschengeld"..... (abzüglich 20€ pro Monat für Duschgel/Shampoo und Zahnbürste meinetwegen, und wenn ihr wollt nochmal ca. 100€ für Schuhe & Kleidung monatlich...aber auch dann sind es noch 880€).... wer hat das von uns... jeden Monat....?!